Die Entwicklung des Fußballs in Ammendorf

Am 07. August 1910, die Lese- und Turnstunde des Jünglingsvereins unter dem Lehrer Lilie, die jeden Sonntag in der alten Schule (ab dem 9.09.1928 Rathaus der Gemeinde, ab Juli 1937 der Stadt Ammendorf) abgehalten wurde, war vorrüber. Einige junge Männer blieben zurück und berieten die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses, um Fußball zu spielen. Die 16-und 17jährigen beschlossen einen Fußballverein zu gründen. Man berief eine Versammlung ein. Am 21.August 1910 trafen sich 23 Jugendliche im „Bad Elstertal“ der späteren Mühle) und gründeten den „Ammendorfer Fußballclub von 1910“ AFC 1910).

1913 AFC 19101913
Ammendorfer Fussballclub von 1910
(AFC 1910)


Die Aufnahme in den V.M.B.V. (Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine) wurde beantragt, ein Monatsbeitrag von 30 Pfg. festgesetzt, ein Vorsitzender gewählt (Müller), ein Gerätewart bestimmt (Paul Zwarg) und ein Mannschaftskapitän (Hermann Voigt) ernannt.

1914 AFC 19101914
Ammendorfer Fussballclub von 1910
(AFC 1910)


Aber das Wichtigste in einem Fußballklub ist natürlich der Ball. Zunächst war guter Rat teuer. Doch dann opferten die Jugendlichen ihr bescheidenes Taschengeld, und bald brachte der Postbote ein Paket von der Firma Steidel aus Berlin, die erste braune Lederkugel. 9,50 Mk. hatte sie gekostet. Für die restlichen 75 Pfg., die noch in der Kasse verblieben waren, kaufte man Holz und stellte daraus die Tore her. Inzwischen hatte sich Hermann Voigt um einen Spielplatz bemüht. Er war mit einer Abordnung zum Rittergut Beesen gezogen, hatte sich mutig beim damaligen Pächter Hauptmann Handt melden lassen und seine Bitte vorgebracht. Der Pächter stellte dem neuen Fußballklub eine Schafweide am neuen Saugraben zur Verfügung. So wurden dann eines schönen Sonntages Torpfosten und Latten geschultert und hinaus ging’s zum ersten Spiel. Zunächst mußten erst einmal die Tore aufgebaut werden. Mit etwas Erfindungsgeist und viel Bindfaden glückte das auch. Nun mußte der Platz ausgemessen und mit Spazierstöcken und Knüppeln abgesteckt werden. Beinahe wäre die ganze Sache dennoch gescheitert, denn es wollte niemand im Tore spielen. Jeder wollte vorn Tore schießen. Schließlich wurde der Gerätewart Paul Zwarg dazu verurteilt, das Heiligtum zu hüten. Er muß seine Sache ganz gut gelöst haben, denn als nun endlich das erste Spiel gegen Döllnitz stieg, wurde es 4:1 gewonnen. Die Begeisterung war natürlich nach einem so verheißungsvollen Anfang groß. Nach dem Spiel mußte selbstverständlich die gesamte Spielfeldeinrichtung wieder abgebaut und nach dem Vereinslokal „Elstermühle“, geschleppt werden.

1925 AFC 19101925
Ammendorfer Fussballclub von 1910
(AFC 1910)


So ging es etwa 18 Monate. Zuschauer hatte man bei diesen ersten Spielen kaum, Einnahmen überhaupt nicht. Ab und zu, wenn nicht gerade Hochwasser herrschte, spielte man auch auf der Halbinsel gegenüber der Mühle. Bis 1912 hatte sich der Verein von der 6. Kreisklasse zur 4. Kreisklasse empor gespielt.

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Das Jahr 1912 brachte eine entscheidende Wendung, als der Verein nunmehr einen Fußballplatz erhielt, der allen Anforderungen entsprach. In diesem Jahre wurde von Herrn Ackermann das Schützenhaus (später Klubhaus der Waggonbauer) gebaut. Er legte außer den Schießständen auch einen Fußballplatz an. Dieser Platz befand sich dort, wo später der Parkplatz des ehemaligen VEB Waggonbau Ammendorf lag, also zwischen der Merseburger-Straße und dem ehemaligen Ammendorfer Sommerbad.

Am 1. Pfingstfeiertag wurde der Platz gegen Hohenzollern-Weißenfels eingeweiht. Die Mannschaften zogen feierlich mit Musik auf den Platz. Nicht etwa nur, weil ja nun auch die ersten Platzeinnahmen fällig waren. Sie betrugen übrigens 14,50 Mk. Das Spiel endete 1:1.

Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges begann auch für den Verein eine schwere Zeit. Fast alle Mitglieder waren zum Kriegsdienst eingezogen worden. Zeitweilig zählte der Verein nur noch neun Mitglieder. Den anderen Vereinen ging es ähnlich. Durch die Bemühungen des damaligen Vereinsvorsitzenden Fuhrmann gelang es, den Fußballklub „Askania-Nietleben“ bis zum Ende des Krieges dem A.F.C. 1910 anzugliedern. So konnte der Spielbetrieb trotz aller Schwierigkeiten in bescheidenem Rahmen aufrechterhalten werden, was nur wenigen Vereinen im damaligen Saalegau gelang.

Nach dem Krieg sah es für den Verein trostlos aus. 23 Fußballer hatten in diesem sinnlosen Völkermorden ihr junges Leben gelassen. Der schöne Sportplatz war verkauft und in Schrebergärten umgewandelt worden. Man spielte also zunächst wieder in der Aue am Saugraben. Dann stellte die Gemeinde den Fichteplatz zur Verfügung. Im Sommer 1920 fand das Einweihungsspiel gegen „Adler“-Eisleben statt. Es wurde 4:3 gewonnen. Natürlich konnte dieser Platz, der ja noch mit anderen Vereinen geteilt werden mußte und außerdem der Kirmesveranstaltung u.ä. diente, nur ein Notbehelf sein.

Die leidige Platzfrage wurde gelöst, als der neue Besitzer des Schützenhauses, Herr Günther, im Jahre 1922 den Schießstand abbrechen und einen Fußballplatz anlegen ließ. (Der Platz lag hinter dem Schützenhaus, nördlich des ehemaligen Sommerbades). Unter der damaligen Leitung des 1. Vorsitzenden, Hermann Voigt, beteiligten sich die Fußballer des Vereins eifrig an den Arbeiten. Im Sommer 1922 konnte die Platzanlage mit einem Spiel gegen Halle 98 eingeweiht werden. Dieses Spiel verloren die 1910 er mit 0:3. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Fußballclub zu einem Sportverein mit zeitweilig mehr als 230 Mitgliedern. Im Spieljahr 1928/29, gelang der 1. Männermannschaft der Aufstieg in die Saale-Gau-Liga, in der sie sich 2 Jahre behaupten konnte.

Im Jahre 1928 ließ die Gemeinde Ammendorf das Stadion bauen und übergab es den Sportlern zur Nutzung.

1930 AFC 19101930
AFC 1910



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1931 spielten die 1910er erneut um die Saale-Gau-Meisterschaft. Die Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Drigalla I, Drigalla II, Klimeck, Gebhardt, Häusler, Bruder, Hentschel, Metzner, Behrend, Preuß und Mutterlose.

1935 AFC 19101935
25 Jahre
AFC 1910


In diesen Jahren spielten am Rosengarten, südlich der Kasselerstraße, die Sportfreunde Halle ebenfalls Fußball (Die exakten Daten der Vereinsgründung und Entwicklung sind uns nicht bekannt). Bekannt sind folgende Fakten:
Am 23.11.1932 spielten die Sportfreunde Halle gegen die 1910er aus Ammendorf. Das Spiel endete 2:2. Die in der höchsten deutschen Liga, Gauliga 6-Mitte-, spielenden Sportfreunde erreichten 1935 den 5. Tabellenplatz. Im Jahr danach erreichten sie den 3. Platz. 1937 erkämpften die Sportfreunde Halle wieder den 4. Platz.
Im Oktober des gleichen Jahres spielten die Sportfreunde Halle gegen Schalke 04 und erreichten ein ehrenvolles 1:4.
Schalke spielte in folgender Aufstellung Klodt; Bornemann; Schweißfurt; Prinz; Gellesch; Sontow; Kalwitzki; Szepan; Portgen; Urban und Mecke.
Die Sportfreunde Halle liefen mit folgender Mannschaft auf: Michels; Thieme; Hartmann; Godan; Böttger; K.Krampe; A.Krampe; Warnecke; Häußler; Föhre und Knoth. Das Spiel fand auf der Mitteldeutschen Kampfbahn (heute Kurt-Wabbel-Stadion) statt.

Im Jahr 1933 errang die 1. Männermannschaft der 1910er den Kreismeistertitel und stieg in die Bezirksklasse auf. Im Jahre 1940 spielte die 1. Männermannschaft gegen die Mannschaft der Waffenmeisterei Halle und gewann mit 3:1. Damit konnte der Abstieg verhindert werden. U.a. spielten Klimbel, Walter Metzner, Föhre, Hoyer, Paul Pullert. Für den Stammtorhüter Max Stoye mußte der Juniorenspieler Walter Thomas das Tor hüten.
Die Ammendorfer Juniorenspieler erreichten in diesen Jahren eine Spitzenposition in ihrer Staffel. Spielen durften nur Mitglieder der Hitlerjugend (HJ), die sich durch regelmäßige Dienstdurchführung auszeichneten. Um ihren geliebten Sport ausführen zu dürfen, wurde dieses Übel hingenommen. Zu dieser Mannschaft gehörten: Walter Thomas, Rolf Thielemann, Herbert Simon, Werner Otto, Heinz Bruder, Siegfried Wilde, Kurt Terpe, Rolf Giese, Heinz Rummel, Helmut Pahl, Heinz Klostermann, Werner Kirchhof, Fritz Kliemke. Betreuer war Emil Fischer,der aus Lauscha nach Ammendorf gezogen war.

1941 mußte die Mannschaft aufgelöst werden, weil nahezu alle Spieler zur Wehrmacht eingezogen wurden. In den folgenden Jahren wurde der Sportbetrieb immer weiter eingeschränkt Arbeitsdienst / Wehrdienst) und mit fortschreitender Kriegsdauer eingestellt.

Nach der Niederschlagung des Faschismus waren große Anstrengungen und Opfer erforderlich, um die verheerenden Kriegsfolgen zu überwinden.

1948 A-Jugend ZSG Ammendorf1948
A-Jugend
ZSG Ammendorf


1946 B-Jugend ZSG Ammendorf1946
B-Jugend
ZSG Ammendorf


Im Herbst 1947 wurde dann die „Zentralsportgemeinschaft (ZSG) Industrie Ammendorf“ in der SAG (Sowjetische Aktiengesellschaft) Waggonbau Ammendorf gebildet, aus der sich dann am 23.09.1950 die BSG Motor Ammendorf entwickelte. Vereinsvorsitzender wurde Karl-Heinz Böttcher.

1949 1. Herren ZSG Ammendorf1949
1. Herren
ZSG Ammendorf


1951 Torschütze Rudi Augustinok1951
Torschütze Rudi Augustinok


Nach der Bildung der BSG Motor Ammendorf übten bald 430 Sportler in den unterschiedlichsten Sektionen ihren Sport aus.

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In dieser Zeit entstand in Ammendorf ein weiterer Sportverein in dem der Fußballsport betrieben wurde. Die BSG Chemie Ammendorf. Trägerbetrieb war der VEB Chemisches Werk Ammendorf in der Schachtstraße. Die erste Fußballmannschaft dieses Vereins spielte überwiegend in der 1. bzw. 2. Kreisklasse. Nach der politischen Wende in der DDR nannte sich dieser Verein Grün-Weiß Ammendorf. Der Radeweller Sportplatz ist seine Heimstatt.

1951 wurde das heutige „Stadion der Waggonbauer“ der „BSG Motor Ammendorf zur Nutzung übergeben. Zur Einweihung des Stadions fand ein zweitägiges Sportfest statt. Zum Höhepunkt wurde das Fußballfreundschaftsspiel der Gastgeber gegen die Oberligamannschaft von Stahl Thale. Das Spiel endete 4:4. Die Ammendorfer Torschützen waren Helmut Koitzsch (3) und Günter Busch.

Im Spieljahr 1951/52 belegte die 1. Männermannschaft in der Bezirksklasse Süd den 1. Platz. Zur Mannschaft gehörten die Spieler F. Jaukus, G. Busch, H. Häßler, K. Albrecht, W. Plötz, W. Koitzsch, S. Wilde, H. Koitzsch, K. Kappe, H. Bloßfeld, F. Dietz, R. Richter, G. Hoyer, O. Hoyer, H. Metzner, H Lange, Trainer H. Kanthak.

Das entscheidende Spiel fand vor 13 000 Zuschauern im Ammendorfer Stadion am 17.04.1952 gegen Chemie Schkopau statt und Ammendorf gewann mit 3:0. Die Tore schossen Helmut Koitzsch (2) und Otto Hoyer. Damit hatte sich der Verein die Berechtigung zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur DDR-Landesklasse erkämpft. Die Aufstiegsrunde gewannen die Ammendorfer vor Motor Schönebeck. Durch den zentralen Beschluß, Bezirksligen zu bilden, stieg Motor Ammendorf nicht in die Landesklasse sondern in die Bezirksliga Halle.

1956 Torhüter Nagel1956
Torhüter Nagel


1958 Essen-West - Motor Ammendorf1958
Essen-West - Motor Ammendorf
1:4


1959 übernahm Kurt Thielemann die Funktion des Vereinsvorsitzenden. In diesen Jahren stellte die BSG Motor Ammendorf auch eine Reihe gutausgebildeter Kampf- und Schiedsrichter. So leiteten u.a. die Sportfreunde Otto Wilde, Heinz Paulus, Erich Jentsch, Kurt Thielemann, Werner Richter Fußballspiele von der Keisklasse bis zur 1. DDR-Liga.

1960 Heinz Granzow klärt1960
Heinz Granzow klärt


Der Sportfreund Otto Wilde übernahm Mitte der 60-er Jahre den Vorsitz in der Schiedsrichterkommission des Bezirkes Halle und begleitete dieses Ehrenamt nahezu 30 Jahre lang. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde er wiederholt ausgezeichnet.

Ehrenamtlich tätige Sportfreunde - wie Kurt Wardeck und Fritz Beiner - betreuten über viele Jahre Schüler- und Jugendmannschaften und trugen damit wesentlich zu der guten Nachwuchsarbeit bei.

1960 Motor Ammendorf Bezirksmeister1960
Motor Ammendorf
Bezirksmeister


Im Spieljahr 1959/60 wird die 1. Männermannschaft im Fußball Meister der Bezirksliga Halle und steigt in die II. DDR-Liga auf. Zur Mannschaft gehören: Jaukus, Nagel, Gadde P., Ronniger, Leuchte, Heintze, Theuring, Hofmann, Granzow, Okupniak, Benda, Nittel, Sieber, Ruffert, Schöppe. Trainer:Kanthak. Masseur Friedrich. Die „Freiheit“ schreibt: „Die Mannschaft aus der Produktion. Im dritten Anlauf schafft Motor Ammendorf den Aufstieg.“
Zwei Jahre spielt Ammendorf in der zweit höchsten Fußballklasse der DDR.
Im Spieljahr 1962/63 wird der 8. Tabellenplatz belegt, und das bedeutet durch die Neuformierung der Spielstaffeln: Start in der Bezirksliga Staffel Süd.

1959 Ernst Sieber hält!1959
Ernst Sieber hält!


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Im Jahre 1966 gewinnt die 1. Männermannschaft im Fußball den Titel Meister des Bezirkes Halle 1965/66 nach den Endspielen gegen Chemie Wolfen 1:0 und 0:0. Der Torschütze für Ammendorf war Klaus Neubert. Zur Mannschaft gehörten: Schöppe, Benda, Gadde P., Nagel, Gadde E., Granzow, Jugl, Ruffert, Rose, Reschke, Behrend, Schuster, Neubert, Topf, Strahl. Trainer: Stricksner, Masseur: Kurt Friedrich.

1971 Die Alten Herren1971
Die Alten Herren
Motor Ammendorf


Im August 1975 wurde die Junioren Fußballmannschaft der BSG Bezirksmeister und errang den „Junge Welt Pokal“ des Bezirkes Halle.

Mit dem Ende der Spielzeit 1981/82 belegte die 1. Fußballmannschaft in der Bezirksliga den 15. und damit letzten Tabellenplatz (23 Spiele wurden verloren). Die Mannschaft stieg ab in die Bezirksklasse.

In den Jahren 1983/84 und 1984/85 erreichte die 1. Männermannschaft im Fußball jeweils den 1. Platz in ihrer Bezirkklassenstaffel 5, konnte in der Aufstiegsrunde aber nur hintere Plätze belegen (6. und 5.)
Mit der politischen Wende in der DDR war ein erheblicher Rückgang der Mitgliederzahl zu verzeichnen.
Der Verein verlor über 1000 Mitglieder. Der ehemalige Trägerbetrieb VEB Waggonbau Ammendorf (danach DWA-Werk Ammendorf, Bombardier Transportation) stellte die finanziellen Zuwendungen an den Verein ein. In dieser Zeit übernahm Carsten Herfurt den Vereinsvorsitz.
Ab Mitte des Jahres 1990 mußte der Verein für sämtliche Bewirtschaftungs- und Betriebskosten selbst aufkommen. Das führte den Verein nahezu an den Rand des Ruins. Die Mitgliederbeiträge wurden erhöht und Helfer (Platzpersonal) mußten entlassen werden. Um die finanzielle Situation in den Griff zu bekommen trat der Verein sein Eigentum an den Sportstätten an die Kommune ab (Sportplatz an der Stein-Straße / Stadion der Waggonbauer) und schloß mit der Stadt Halle Pachtverträge ab. Trotz dieser enormen Probleme gelang der 1. Männermannschaft im Fußball im Jahre 1997 der Aufstieg aus der Bezirksklasse (jetzt Landesklasse) in die Bezirksliga (jetzt Landesliga). Zur Mannschaft gehörten: Trainer Kluthausen, T. Müller, E. Cerkez, A. Otto, A. Kyritz, T. Arndt, M. Grötzebauch, M. Talanow, R. Weber, M. Koch, S. Weise, S. Pieser, J. Dubitzki, D. Wißenbach, M. Nagel, A. Filipp, U. Deininger, S.Oheim, M. Sonntag.

Im Spieljahr 1997/98 erreichten sie in der Landesliga Süd den 3. Platz und 1998/99 den 9. Tabellenplatz von 16 Mannschaften.

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Am 25.03.1999 beschließt die Delegiertenkonferenz der BSV Motor Ammendorf dem Verein einen neuen Namen zu geben. Ab sofort starten die Sportler unter dem neuen Namen

„BSV Halle-Ammendorf 1910"

1999 D-Junioren BSV-Ammendorf1999
D-Junioren
BSV Halle-Ammendorf



Im Jahre 2003 konnte unter dem Trainer Imhof der Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes Sachsen-Anhalt, die Verbandsliga erkämpft werden. Zur Mannschaft gehörten die Spieler Wißenbach, Winzer; Papst; Randig; Bock; Riesner; Jendrezok; Gründler; Oheim; Schülbe; Pieser; Kurth; Kominek; Sauer und Neubert. Der Klassenerhalt gelang bis 2006. In diesem Jahr musste dann die Mannschaft als Staffelvorletzter in die Landesliga absteigen.
Im folgenden Spieljahr konnte dann der Wiederaufstieg erreicht werden.
Im Spieljahr 2007/2008 wurde der 9. Tabellenplatz in der 17ner Verbandsssligastaffel Sachsen-Anhalt erreicht.

2004 Red Hot Angels2004
Red-Hot Angels


In der Spielserie 2003 / 2004 schaffte die erste Fußballmannschaft von Grün-Weiß Ammendorf als Tabellendritter den Aufstieg in die Kreisliga in der sie noch spielt.
Im Jahre 2008 feierte der Verein sein 60jähriges Bestehen mit einem Sommerfest.
Der Ehrenvorsitzende des Vereins, Friedel Fehse, wurde mit der Goldenen Ehrenplakette des SFV ausgezeichnet. Im gleichen Jahr nahm eine Damenfußballmanschaft den Spielbetrieb auf.

2004 1. Grün-Weiß Ammendorf2004
1. Grün-Weiß Ammendorf


2005 Seniorenclub2005
Seniorenclub


2007 Trainingslager Harachow2007
Trainingslager Harachow
1. Mannschaft BSV Halle-Ammendorf 1910 e.V.


Es gab eine Information, dass es den Fußballverein Vorwärts Beesen gegeben haben soll. Vollkommen im Dunkeln liegen alle weiteren Angaben. Wann spielte der Verein? Wo lag sein Platz? Welche Spieler waren in diesem Verein aktiv.

Für alle diesbezüglichen Informationen und für alle Angaben die uns bei der Erforschung der Ammendorfer Sportgeschichte weiterhelfen sind wir sehr dankbar.

Ammendorf, den 27.05.2007

 


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Vereinssplitter.

  • Es wird behauptet, daß einer der ersten Vereinsvorsitzenden (Krumpe) 1910 vor allem deshalb gewählt wurde, weil er als 20jähriger schon einen kleinen Bart hatte.
  • Aus dem ersten Spielbetrieb: 1910 bestanden im Saalegau 9 Klassen. Der AFC wurde nach seiner Gründung der 6. Klasse zugeteilt, erkämpfte aber schon im ersten Jahre den Aufstieg in die 5. Klasse. In diesem ersten Spieljahr wurden von 30 ausgetragenen Spielen 14 gewonnen. Im zweiten Spieljahr fanden 32 Spiele statt. Davon wurden 15 gewonnen, 13 verloren, 4 blieben unentschieden.
  • Am 03.01.1912 wurden die Sportler Rau, Otto und Pianka zu einer Mark Strafe verurteilt, weil sie zu einem Wettspiel nicht erschienen waren.
  • Am 16.06.1912 erlitt der Sportler Pianka beim Spiel gegen „Sportlust“ einen Knöchelbruch.
  • Eine der ersten Mannschaften, die schriftlich festgelegt worden ist (zum Spiel gegen Apolda, Ostern 1913) lautet: Kroppenstedt, Bock, Köhn, Hädicke, Hallupp, Zabel, Hess, Slowik, Kirchner, Günderroth.
  • Ab dem 05. 04.1913 wurde beschlossen, künftig ein Eintrittsgeld von 10 Pfg. zu erheben.
  • Der erste Kassierer und Gerätewart, Paul Zwarg, hatte ein einfaches, aber wirksames Mittel gegen säumige Zahler. Vor jedem Spiel hieß es: „Erst zahlt eure Beiträge, dann rück ich den Ball heraus!“ Das half immer.
  • Früher gab es auch noch keine „Spesen“. Man lebte einfach und bescheiden. Nach einem Sieg bekam jeder Spieler eine „Lucka“ (Zigarette 10 Stück kosteten 8 Pfg.). Dazu sang man mit Begeisterung „Brüder, laßt die Bundesfahne in den Lüften wehen“.
  • 1921 verloren die 1910er ein Spiel gegen die Reserve von Wacker Halle mit 0:17.
  • Fußball mit Hindernissen: In den ersten Jahren stand auf dem Platz des Sportklubs Zörbig ein prächtig hoher Baum. Der Schiri mußte jedesmal einige Minuten unterbrechen, wenn der Ball in der Baumkrone hängen blieb. Davon mußten sich auch 1910er überzeugen.
  • Ein leidiges Thema waren nach dem Krieg, am Ende der 40er Jahre, immer die Fußbälle. Sie waren groß, schwer, mußten geschnürt werden und waren deshalb sehr anfällig. Außerdem waren sie sehr rar. In einem Spiel, in diesen Jahren, gaben gleich drei Bälle ihren Geist auf. Beim dritten Malheur, es war der letzte Ball, der zur Verfügung stand, gab es eine lange Pause. Das Spiel drohte abgebrochen zu werden. Mardn fragte die Zuschauer, ob jemand schnellstens einen Ball zur Verfügung stellen könnte. Zwei von ihnen machten sich per Fahrrad auf den Heimweg. Unbemerkt war inzwischen der Zeugwart Bärwald in den Umkleidekabinen verschwunden. Eiligst nähte er den wirklich letzten Ball, den er gerade in Arbeit hatte, zu Ende, pumpte ihn auf und übergab ihn unter dem erleichterten Jubel der 3000 Zuschauer dem Schiedsrichter. Das Spiel konnte fortgesetzt werden.
  • Am 02.09.1951 spielt Motor Ammendorf in Nietleben gegen Zenit Nietleben im Rahmen des Punktspielbetriebes der Bezirksklasse Süd und gewinnt mit 33:1.
  • Am 31.08.1951 schlägt Motor Ammendorf die Oberligamannschaft von Motor Dessau mit 5:4.Die Ammendorfer spielen in folgender Aufstellung: Richter, Kappe, Koitzsch II, Bonan, Wilde, Plötz, Busch, Jaukus, Koitzsch I, Metzner, Rottmeier. Ab der 44.Minute wird Kutz für Rottmeier eingewechselt. Die Tore für Ammendorf schossen: Bonan, Busch (3), Koitzsch I.
  • Nachdem, am 17.04.1952 mit 3:0 gegen Chemie Schkopau gewonnenen Spiel, führte der Radeweller Bauer Franz Richter „die Mama“ einen fetten Hammel als Sieg Prämie für die Ammendorfer Fußballer auf das Spielfeld.
  • Weil am 12.07.1953 Helmut Koitzsch in einem Freundschaftsspiel in Gotha, unter falschen Namen und unberechtigt spielte, wurde der Mannschaft in der Punktspielrunde 8 Spiele als verloren (16 Minuspunkte) angerechnet. Trotzdem belegte die Mannschaft noch den 7. Tabellenplatz. Sie gewannen noch 9 Spiele und spielten 3 mal unentschieden. 10 Spiele gingen verloren (davon die 8 am „Grünen Tisch“).
 © 06/07

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